Modernes Lernen: Vom Funkkolleg zum Workbook

Roter Radiorecorder auf Tisch

Manchmal erkennt man den roten Faden des eigenen Arbeitens erst im Rückblick. Man tut etwas, entwickelt Angebote, verändert Formate, probiert neue Wege aus – und plötzlich merkt man: Das ist gar nicht so neu, wie es auf den ersten Blick scheint. Da gibt es eine Spur. Eine Erfahrung, die früh begonnen hat und sich über viele Jahre weitergezogen hat.

Bei mir führt diese Spur zurück in meine Schulzeit. Genauer gesagt: zum Funkkolleg Musik

Inhalt

Funkkolleg – Das klingt heute wahrhaft nostalgisch. Radio. Unterlagen. Zuhören. Selbst lernen. Kein Lernportal, keine Videoplattform, keine App, keine digitale Community, keine KI, kein Downloadbereich mit Materialien. Und doch war in diesem Format vom Hessischen Rundfunk schon vieles angelegt, was heute unter modernem Lernen, selbstgesteuertem Lernen oder asynchronem Lernen diskutiert wird.

Ich bekam Unterlagen. Es könnte 1977/78 gewesen sein, so genau weiß ich das nicht mehr. Es gab zu den einzelnen Kapiteln je eine eine Radiosendung. In einer Stunde wurde Wesentliches erklärt, verdichtet und eingeordnet. Danach war ich wieder selbst gefragt. Ich musste lesen, verstehen, wiederholen, nachdenken und mir Zusammenhänge erschließen. Niemand saß neben mir und sagte: „Jetzt bitte diese Aufgabe.“ Niemand führte mich Schritt für Schritt durch jede Seite. Und trotzdem war es kein beliebiges Lernen.

Es gab Material. Und Struktur. Es gab einen roten Faden und Input. Und es gab die Verantwortung, daraus selbst etwas zu machen.

Heute denke ich manchmal: Vielleicht begann dort schon mein Interesse an Lernformen, die nicht nur aus Anwesenheit bestehen. Denn Lernen war für mich schon damals mehr als Unterricht im klassischen Sinne. Es war ein Weg zwischen Anleitung und Eigenverantwortung. Zwischen Medium und Mensch. Und natürlich zwischen Input und innerer Verarbeitung.

Genau dieser Gedanke begleitet mich bis heute.

Lernen braucht keinen festen Raum

Wenn ich heute online und offline arbeite, steckt in meinen Formaten viel von dieser frühen Erfahrung. Natürlich hat sich die Technik verändert. Aus Radiosendungen wurden Lernvideos. Aus Studienbriefen wurden Workbooks. Und aus festen Kursräumen vor Ort wurden Online-Räume, Lernplattformen, Live-Sessions und digitale Materialien. Dennoch ist der Kern ähnlich geblieben.

Menschen lernen nicht dadurch, dass sie möglichst viele Informationen bekommen. Sie lernen, wenn sie Informationen aufnehmen, sortieren, anwenden, hinterfragen und mit ihrer eigenen Praxis verbinden.

Das gilt besonders in meinen Themenfeldern: Mediation, Schulmediation, Konfliktbearbeitung, Mobbingprävention, Kommunikation, Demokratiebildung und Pädagogik.

Hier reicht es nicht, etwas einmal zu hören. Ich kann über aktives Zuhören sprechen. Ich kann über Bedürfnisse sprechen. Oder über Konfliktdynamiken, Mobbingrollen oder Deeskalation. Aber wirklich gelernt wird es erst, wenn jemand innehält und sich fragt: Wie höre ich eigentlich zu? Wie reagiere ich in angespannten Situationen? Was fällt mir leicht? Gibt es etwas, das ich vermeide? Was möchte ich in meiner Praxis verändern?

Deshalb ist Lernen für mich heute ein Prozess. Kein einzelner Termin oder einmaliger Input. Kein „Ich war da, also kann ich es jetzt“.

Von der Radiosendung zum Lernvideo

Das Funkkolleg Musik war für mich rückblickend eine frühe Form von medial gestütztem Lernen. Eine Radiosendung bündelte Wissen. Sie brachte Inhalte nach Hause. Sie machte Lernen möglich, ohne dass alle zur gleichen Zeit in einem Seminarraum sitzen mussten. Heute übernehmen Lernvideos eine ähnliche Funktion. Sie geben Input, erklären, strukturieren und machen Inhalte wiederholbar.

Und genau diese Wiederholbarkeit ist ein großer Vorteil. Ein Video kann ich stoppen. Ich kann zurückgehen, kann mir eine schwierige Stelle noch einmal anschauen. Ich kann langsamer lernen, wenn ich mehr Zeit brauche. Oder schneller, wenn ich mit einem Thema bereits vertraut bin. Das klingt schlicht, verändert aber sehr viel.

In Präsenzseminaren rauschen Inhalte manchmal vorbei. Ein Satz wird gesagt, eine Folie gezeigt, ein Gedanke geöffnet – und schon geht es weiter. Wer müde ist, abgelenkt oder innerlich noch bei einem vorherigen Gedanken, verliert leicht den Anschluss.

Asynchrones Lernen gibt hier eine andere Freiheit. Es erlaubt Wiederholung, Pausen und eigenes Tempo. Gerade für Menschen, die in Schule, Kita, Ergänzender Förderung und Betreuung (EFöB), Beratung oder sozialer Arbeit tätig sind, ist das wichtig. Viele haben volle Tage, hohe Verantwortung und wenig planbare Zeit. Ein Lernformat, das nur zu einem festen Termin funktioniert, passt oft nicht mehr in diese Realität.

Asynchron heißt nicht allein

Trotzdem ist mir ein Punkt sehr wichtig: Asynchrones Lernen bedeutet nicht, dass Menschen allein gelassen werden. Das ist ein großes Missverständnis.

Ein schlechter Onlinekurs kann einsam sein. Man klickt sich durch Videos, lädt ein PDF herunter und bleibt am Ende mit seinen Fragen allein. Gutes asynchrones Lernen ist anders. Es braucht eine klare Struktur und eine Orientierung. Es braucht Aufgaben, die wirklich weiterführen. Und natürlich auch Reflexionsfragen. Es braucht Transfer in die eigene Praxis. Und es braucht Möglichkeiten, wieder in Kontakt zu kommen – mit mir, mit anderen Teilnehmenden, mit der eigenen Lerngruppe oder in Live-Terminen.

Darum denke ich: Lernen heute nicht als ein entweder – oder. Nicht online oder offline. Auch nicht Selbstlernen oder Begleitung. Und erst recht nicht Video oder Begegnung. Sondern immer die Frage: Was braucht dieser Lernschritt?

Viele Inhalte lassen sich wunderbar in einem Video erklären. Manche Gedanken brauchen ein Workbook. Andere Fragen entstehen erst beim Ausprobieren. Manche Erkenntnisse kommen im Austausch. Und manche Erfahrungen brauchen Präsenz, Körper, Gruppe, Blickkontakt und Resonanz.

Das Workbook als moderner Studienbrief

Ein besonderes Herzstück meiner Arbeit ist das Workbook. Vielleicht mag ich es so, weil sie mich an die alten Unterlagen aus dem Funkkolleg erinnern – nur in einer heutigen, aktiveren Form. Ein Workbook ist für mich kein Skript, das man einfach abheftet. Ein gutes Workbook begleitet den Lernprozess. Es lädt zum Mitschreiben ein, zum Nachdenken, zum Sortieren und zum Anwenden.

Gerade in der Mediation ist das entscheidend. Denn Mediation lernt man nicht nur über Definitionen. Man lernt Mediation über Haltung, Sprache, Zuhören, Reflexion und Übung. Ein Workbook kann Fragen stellen, die in die Tiefe führen: Was ist mein eigenes Konfliktmuster? Wann werde ich ungeduldig? Welche Rolle nehme ich in Gruppen schnell ein? Welche Sätze helfen mir in schwierigen Gesprächen? Und welche Formulierungen verschärfen eher? Was möchte ich in der nächsten Woche konkret ausprobieren?

So entsteht Transfer. Und Transfer ist für mich einer der wichtigsten Begriffe modernen Lernens. Denn Wissen allein verändert noch keine Praxis. Erst wenn ich etwas in meinen Alltag übersetze, beginnt Veränderung.

Online und offline gehören zusammen

An dieser Stelle zeigt sich für mich auch, warum Online- und Offline-Lernen zusammengehören.

Online ist stark, wenn es um Zugänglichkeit, Wiederholung, Flexibilität und Selbststeuerung geht. Menschen können von unterschiedlichen Orten teilnehmen. Sie sparen Reisezeit, önnen Inhalte wiederholen, önnen Lernen besser in ihren Alltag integrieren.

Offline ist stark, wenn es um unmittelbare Begegnung geht. Um Gruppenenergie, Rollenspiele, Körpersprache. Um gemeinsames Spüren. Und um Situationen, in denen etwas im Raum entsteht, das sich digital nur schwer abbilden lässt.

Ich möchte beides nicht gegeneinander ausspielen. Präsenz ist nicht automatisch besser. Digital ist nicht automatisch moderner. Die bessere Frage lautet: Welches Format dient dem Lernen an dieser Stelle am meisten?

Ein theoretischer Input kann online sehr gut funktionieren. Eine Reflexionsaufgabe ebenfalls. Auch Fallbesprechungen, Austausch und viele Übungen lassen sich online sinnvoll gestalten. Andere Momente gewinnen in Präsenz: intensives Rollenspiel, Beziehungsaufbau in einer neuen Gruppe, körperorientierte Wahrnehmung, spontane Resonanz oder kreative Methoden mit Material im Raum.

Modernes Lernen bedeutet für mich deshalb nicht: Alles wird digital. Modernes Lernen bedeutet: Wir gestalten bewusster.

Ein guter Lernprozess braucht für mich vor allem diese Elemente:

  • eine klare Struktur, die Orientierung gibt
  • gute Materialien, die nicht überfordern, sondern begleiten
  • Selbstlernphasen, in denen Menschen im eigenen Tempo arbeiten können
  • Reflexionsfragen, die den Transfer in die eigene Praxis ermöglichen
  • Austausch, damit Lernen nicht vereinzelt
  • Übung, damit Wissen in Handlung kommt
  • Begleitung, damit Fragen, Unsicherheiten und Entwicklung Platz haben

Wenn diese Elemente zusammenkommen, entsteht Lernen, das tiefer geht als reine Wissensvermittlung. Dann wird aus einem Kurs ein Prozess. Und genau das ist mein Anspruch.

Was ich auf der LEARNTEC wiedererkannt habe

Als ich erstmals 2026 auf der LEARNTEC war, habe ich diese Entwicklung noch einmal sehr deutlich gespürt. Mich hat dort nicht nur die Technik interessiert, obwohl natürlich viele technische Entwicklungen faszinierend sind.

KI, adaptive Lernsysteme, Gamification, immersive Lernwelten, digitale Tools, Simulationen und neue Plattformen zeigen, wie stark sich Lernen verändert.

Aber mich interessiert vor allem die pädagogische Frage dahinter: Was macht diese Technik mit dem Lernen? Was erleichtert sie? Wird etwas vertieft? Oder dadurch verändert? Und wo brauchen wir gerade wegen der Technik eine besonders klare menschliche Haltung?

Denn neue Tools allein machen noch kein gutes Lernen. Ein schlechtes Seminar wird nicht dadurch gut, dass es auf einer Plattform liegt. Ein langweiliges PDF wird nicht dadurch lebendig, dass es digital heruntergeladen werden kann. Und ein Video ist noch kein Lernprozess, nur weil es professionell produziert wurde.

Gutes Lernen braucht Didaktik. Es braucht Beziehung, Aktivierung, Reflexion und Praxisnähe. Technik kann das unterstützen. Aber sie ersetzt es nicht. So meine Reflexion zur LEARNTEC 2026.

KI als Übungsraum für Kommunikation

Besonders spannend finde ich momentan die neuen Möglichkeiten, Kommunikation mit KI zu üben. Das wende ich bisher noch nicht an, werde aber in der nächsten Zeit ein wenig dazu experimentieren.

Auf der LEARNTEC habe ich zum Beispiel mit einem Audio-Avatar gesprochen: Beate, eine schwierige Mitarbeiterin, die neue Aufgaben haben möchte, weil sie mit ihren bisherigen Aufgaben gelangweilt ist. Das war interessant, weil plötzlich ein Übungsraum entsteht. Ich kann ein schwieriges Gespräch führen, ohne dass gleich etwas auf dem Spiel steht. Es ist ein Ausprobieren, wie ich gut reagieren kann. Und ich kann Formulierungen testen und merke, wann ich vorschnell argumentiere, wann ich ausweiche oder wirklich zuhöre.

Für Mediation, Schulmediation und Konfliktklärung eröffnet das viele Möglichkeiten. Elterngespräche können besser vorbereitet werden. Schwierige Teamsituationen können durchgespielt werden. Mediative Gesprächsführung kann trainiert werden. Perspektivwechsel können ausprobiert werden. Menschen können in einem geschützten Rahmen üben, bevor sie in echte, angespannte Gespräche gehen.

Natürlich ersetzt das keine echte Begegnung. Ein Avatar ist kein Mensch. Eine KI hat keine Biografie, keine echte Verletzlichkeit, keine Geschichte, keine nonverbalen Zwischentöne wie ein Mensch im Raum. Aber als Übungsfeld kann KI extrem hilfreich sein. Ich werde dies auf jeden Fall weiter verfolgen.

Gerade weil Konfliktgespräche oft emotional aufgeladen sind, brauchen Menschen geschützte Räume zum Üben. Und Räume, in denen kommunikative Ungeschicklichkeit erlaubt ist, in denen man noch einmal neu ansetzen kann. Räume, in denen Sprache ausprobiert werden darf. Wenn KI dazu beiträgt, dass Menschen sicherer, klarer und empathischer kommunizieren, dann ist das für mich ein sinnvoller Einsatz.

Selbstlernen ist auch Selbstbegegnung

Und doch bleibt für mich die wichtigste Erkenntnis: Selbstlernen ist nicht nur eine organisatorische Fähigkeit. Es geht nicht nur darum, sich Zeitfenster zu setzen, Videos anzuschauen und Aufgaben zu bearbeiten. Selbstlernen bedeutet auch Selbstbegegnung.

Ich begegne meinen eigenen Mustern. Meinen Widerständen. Meiner Neugier und Ungeduld. Meinem Wunsch, schnell fertig zu werden. Dem Bedürfnis nach Sicherheit. Vielleicht auch meiner Angst, etwas nicht zu können. Gerade Erwachsene lernen nicht als leere Blätter. Sie bringen Erfahrungen mit, Überzeugungen, Berufspraxis, Verletzungen, Routinen, Lieblingssätze, Abwehrmechanismen, Humor, Klugheit, Erschöpfung und Hoffnung. Deshalb braucht Erwachsenenbildung Respekt vor dem, was schon da ist.

Ich möchte Menschen nicht belehren. Ich möchte ihnen Räume öffnen, in denen sie ihr eigenes Wissen, ihre eigene Erfahrung und neue Impulse miteinander verbinden können. Das ist für mich moderne Lernbegleitung. Nicht: Ich weiß es, du lernst es. Sondern: Ich gebe Struktur, Impulse und Erfahrung hinein – und du übersetzt es in deine Praxis.

Lernen braucht Theorie und Anwendung

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich heute so arbeite, wie ich arbeite. Ich mag klare Inhalte, Theorien, Modelle und fachliche Einordnung. Aber ich möchte nicht, dass Lernen dort stehen bleibt.

Ein Modell wie das Eisbergmodell ist erst dann hilfreich, wenn ich damit eine konkrete Situation besser verstehe. Gewaltfreie Kommunikation ist erst dann lebendig, wenn sie nicht als Technik benutzt wird, sondern als Haltung. Mediation ist erst dann gelernt, wenn sie sich in Sprache, Zuhören und innerer Klarheit zeigt.

Deshalb verbinde ich in meinen Angeboten unterschiedliche Elemente miteinander: Input, Workbook, Selbstlernphasen, Live-Austausch, Übungen, Reflexion, Praxisbeispiele, Online-Formate und dort, wo es passt, auch Präsenz. Nicht als bunter Methodenmix um des Mixes willen, sondern weil Lernen unterschiedliche Zugänge braucht.

Manchmal brauche ich Wissen, habe eine Frage. Manchmal brauche ich eine Übung, oder eine Pause. Und manchmal auch einfach nur ein Gegenüber. Oder auch mal eine Wiederholung. Und einen guten Moment, in dem ich merke: Jetzt habe ich es nicht nur verstanden. Jetzt kann ich es anwenden.

Digitales Lernen darf nicht beziehungslos werden

Ein Satz ist mir besonders wichtig: Digitales Lernen darf nicht beziehungslos werden. Gerade in meinen Themen wäre das fatal. Wer über Konflikte lernt, lernt immer auch über Menschen. Wer über Mobbing spricht, spricht über Schmerz, Gruppendynamik, Verantwortung und Schutz. Und wer Mediation lernt, lernt über Zuhören, Würde, Allparteilichkeit und Vertrauen.

Das kann nicht rein technisch gedacht werden.

Deshalb braucht auch Online-Lernen Beziehung. Nicht unbedingt ständig. Nicht immer live. Und nicht dauernd in Gruppen. Aber spürbar.

Teilnehmende müssen merken: Hier hat sich jemand Gedanken gemacht. Es gibt einen Lern-Weg. Hier werde ich nicht mit Material zugeschüttet, sondern begleitet. Ich darf es langsam verstehen und Fragen haben. Hier darf ich mich entwickeln.

Vielleicht ist das der Unterschied zwischen Content und Lernen. Content kann ich konsumieren. Lernen verändert etwas in mir.

In meinen heutigen Angeboten zeigt sich das zum Beispiel so:

  • Videos geben fachlichen Input und können im eigenen Tempo angeschaut werden
  • Workbooks vertiefen die Inhalte und führen in die Reflexion
  • Live-Termine schaffen Verbindung, Austausch und Klärung
  • Übungen bringen Wissen in die Anwendung
  • Praxisbeispiele verbinden Theorie mit dem Alltag in Schule, Kita, EFöB, Beratung oder Mediation
  • digitale Räume ermöglichen Teilnahme unabhängig vom Wohnort
  • Präsenzformate bleiben dort wichtig, wo unmittelbare Begegnung und Gruppenenergie gebraucht werden

Was bleibt – vom Funkkolleg bis heute

Wenn ich heute auf meinen Weg schaue, sehe ich eine Linie. Damals waren es Unterlagen, Radiosendung und Selbstlernen. Heute sind es Workbook, Lernvideo, Live-Session, Austausch, KI-Übung und Praxisreflexion.

Die Medien haben sich verändert. Die Möglichkeiten sind größer geworden. Die Geschwindigkeit auch. Aber das Wesentliche ist geblieben.

Lernen braucht Neugier. Es braucht Struktur und Zeit. Und natürlich auch Eigenverantwortung und Verbindung. Und Lernen braucht Menschen, die bereit sind, sich wirklich auf einen Prozess einzulassen.

Vielleicht hat mein Funkkolleg Musik damals etwas in mir angelegt, das ich heute in meinen eigenen Angeboten weiterführe: die Überzeugung, dass Lernen nicht an einen festen Raum gebunden ist.

Aber es braucht einen guten Rahmen. Es braucht eine Dramaturgie. Material, das begleitet. Freiheit ohne Beliebigkeit. Es braucht Medien, ohne die Menschlichkeit zu verlieren. Selbstlernen, ohne Einsamkeit. Und es braucht Begegnung, wo Begegnung wichtig ist. So arbeite ich heute. Online und offline. Strukturiert und flexibel. Mit Workbook und Austausch. Selbstlernphasen und Begleitung. Und dem Blick auf moderne Lerntechnologien. Und mit großer Liebe zum Menschlichen.

Denn bei allem, was sich verändert: Lernen bleibt eine zutiefst menschliche Angelegenheit.

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💚 fragt Dr. Christa D. Schäfer

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