Jahresrückblick 2021

Das Jahr 2021 hatte 12 Monate und insgesamt 365 Tage. Eigentlich wie jedes Jahr, so kann man sagen. Und dennoch ist es verflogen, war viel zu schnell vorüber. Es war dicht, es war spannend, es war großartig. Hier in diesem Jahresrückblick 2021 ein kleiner Einblick in „Mein 2021“.

Was ist aus meinem Jahresmotto 2021 geworden?

2021 habe ich mir erstmals ein Motto für das Jahr gewählt. „ALL IN“ war meine Vision für 2021. Und ja, das ist tatsächlich eingetroffen. Es war so unglaublich viel drin in 2021, dass ich es selbst kaum glauben kann. Es war sogar wieder zu viel drin, zu viel Arbeit.

Und wieder nehme ich mir für 2022 vor, mehr Erholung, mehr Freiheit in mein Jahr zu packen, aber jetzt erst einmal der Rückblick auf 2021.

Das zweite Jahr Corona, das zweite Jahr online

Corona hat unser aller Leben, und auch meinen Arbeitsalltag verändert. Früher war ich ständig unterwegs, in verschiedene Städte, zu verschiedenen Projekten, zu Arbeitssitzungen und vielem mehr. 2021 hat sich das, ebenso wie das Jahr vorher, konzentriert und ich habe viele Stunden und Tage an meinem Schreibtisch verbracht. Von dort aus war ich dann verbunden in alle Himmelsrichtungen. Früher habe ich gedacht, das muss doch langweilig sein, da habe ich gedacht, wie soll das alles vom Computer aus gehen? Es geht, und es macht sogar Spaß.

Schulmediationskongress 2021

Eines der großartigsten Erlebnisse in 2021 passierte gleich in der ersten Januarwoche: Mein erster Online Schulmediationskongress.

2019 fing ich an, mich für Onlinekongresse zu interessieren, das hat mich fasziniert, das war eine ganz neue Welt. Ich habe bei der wunderbaren Meike Hohenwarter gelernt, wie Onlinekongresse funktionieren. Und dann bin ich durchgestartet und habe selber einen organisiert.

15 Expert*innen – 15 Gespräche – 15 Impulse
Ergänzt durch drei Lives mit unglaublicher Energie
Eine großartige Erfolgsstory, die ich beschloss in 2022 fortzusetzen

Netzwerk „Schule lernt Streitkultur“

Mit vielen Pädagog*innen und Mediator*innen zusammen ist im Schulmediationskongress eine Vision entstanden. Eine Vision, die nach Verwirklichung drängte. Und so wurde das Netzwerk „Schule lernt Streitkultur“ gegründet. Es ist großartig, was man zusammen alles schaffen kann. Und so hatte das Netzwerk bereits nach kurzer Zeit eine eigene Webseite und lud im Herbst 2021 zu zwei Round Table-Veranstaltungen ein. Hier wurden die Visionen mit Ideen und ersten Aktionen unterfüttert. Das Netzwerk begann zu leben, wie schön.

Demokratietag und Helga-Moerike Preis 2021

Im Juni wusste ich noch nichts davon, und im November 2021 hat er stattgefunden, der Erste Berliner Demokratietag für die Schulen Berlins. Nach meiner Bewerbung für die Projektleitung zu diesem Tag musste es ganz schnell gehen, und es ging schnell. Nach einer Idee des Bündnisses „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“, Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogin und in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie fand am 19.11.2021 der Erste Demokratietag für die Schulen Berlins statt.

Unter meiner Federführung fanden 50 Workshops in Berliner Schulen zu demokratiepädagogischen Themen statt. Eine großartige hybrid Abschlussveranstaltung krönte die Demokratiewoche und sorgte für Gänsehautfeeling.

Gleichzeitig konnte der Helga-Moericke Preis für demokratische Schulentwicklung an drei großartige Schulen Berlins vergeben werden. Ich freue mich so, dass das Thema Demokratiepädagogik endlich in den Schulen Berlins ankommt, und ich arbeite gerne weiter daran, dieses Thema zu vervollkommnen, in die Breite und in die Tiefe zu bringen.

Mediationsausbildungen deutschlandweit

Ich bin vom Bundesverband Mediation lizensierte Ausbilderin Mediation und liebe es Mediator*innen auszubilden. Es sind besondere Menschen und spannende Gruppen, die mir in den Mediationsausbildungen begegnen. An dieser Stelle meinen besten Dank an das Institut für Mediative Kommunikation und Diversity Kompetenz und an die Institutsleiterin Dr. Doris Klappenbach sowie an den Europäischen Hochschulverbund und an Nils Eickelberg für die wunderbare Zusammenarbeit. Es ist mir eine große Freude die Ausbildungswochenenden zu trainieren und zu begleiten. So war ich 2021 online und in Präsenz, konnte in Frankfurt, München, Köln, Hamburg, Berlin und Stuttgart trainieren. Ich liebe diese Arbeit.

In Nürnberg durfte ich eine Mediationsgruppe in einer BM-anerkannten 200 Stunden Ausbildung vom Ausbildungsanfang bis zum Ende begleiten. Das war ein ganz besonderes Erlebnis. Immer wieder wanderte der Blick 2021 darauf, wie viel Online-Anteile Gesetzgeber und Verbände in Mediationsausbildungen erlauben. Immer wieder mussten erprobte Formate verändert und angepasst werden. Das Schöne: Es hat geklappt, und es ist rund geworden. Ich freue mich schon auf die nächste Nürnberger Ausbildungsgruppe, es wird großartig.

Weitere Projekte

Natürlich sollen auch die kleineren Projekte nicht ungenannt bleiben. Alle sind Edelsteine, und ich freue mich über jedes Projekt, das ich durch mein Tun anreichern durfte.

  • „Frieden ist Klasse“ – Ein Nürnberg Friedensprojekt für Schulklassen
  • Fortbildungen im Berliner Netzwerk für Lehrkräfte mit Migrationshintergrund
  • Eine Qualifizierungsmaßnahme für Berliner Seminar- und Fachseminarleitungen
  • Das Thema „Wertschätzende Zusammenarbeit mit Eltern“ für verschiedene Zielgruppen
  • Weiterbildung der Stadtteilmediator*innen der Gemeinwesenmediationsstelle Obstallee

Meine Arbeit mit Schule

Mediationen, Supervisionen, Studientage, Pädagogische Nachmittage, Leitbildentwicklung, Webinar-Fortbildungen mit Pädagog*innen und Schulleitungen. Das Jahr war vielfältig. In Schulen war die Corona-Zeit deutlich zu spüren. Nicht nur das WIR-Gefühl der Schüler*innen ließ zu wünschen übrig, auch der Zusammenhalt der Pädagog*innen war beeinträchtigt. Und so habe ich mich gefreut, auch in 2021 wieder direkt und unmittelbar in Berliner Schulen helfen zu können. Verschiedene Formate, ein Ziel: Eine gute und menschenfreundliche Schule.

Zweite Ausbildungsgruppe „Schulmediation online lernen“

2020 gab es meine erste Ausbildungsgruppe zur Schulmediation, die online stattgefunden hat. Und natürlich gab es im Pandemie-Jahr 2021 die zweite Ausbildungsgruppe. Von Berlin Spandau über Mannheim, Baden-Württemberg bis nach Wien, die Teilnehmerinnen wohnen zwar räumlich weit auseinander, trafen und arbeiteten aber zu Thema „Schulmediation“ intensiv und dicht zueinander. Und so durfte ich im November den zweiten Ausbildungsdurchgang beglückwünschen. Und wieder entstehen in vielen Schulen großartige Mediationsprojekte. Ich bin stolz darauf.

Hochschullehre online und hybrid

Ich war bisher an einigen Hochschulen als Dozentin erfolgreich tätig, an der FU Berlin, an der UdK Berlin, der KHSB Berlin und seit einigen Jahren insbesondere an der MSB in Berlin. Lange Zeit habe ich erfolgreiche Präsenz-Veranstaltungen durchgeführt, wobei damals Präsenz nichts Besonders war. Das hat sich ja dann 2019 verändert und ich habe gelernt auch die online-Lehre zu lieben. Ja, und in 2021 hat sich dann wieder alles gedreht, im Wintersemester 2021/22 war nun hybrid angesagt. Das war dann ein dritter Lernprozess für mich, der gar nicht so einfach war. Und wenn ich es mir richtig überlege, dann wünsche ich mir, dass sich hybride Veranstaltungen durchsetzen, dass es auch künftig die Möglichkeit dazu gibt. Ich bin gespannt.

Vorstandstätigkeiten

Seit 30 Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich. In den letzten zwei Jahrzehnten in den Vorständen verschiedener Vereine, und so auch in 2021. Ein Überblick über meine Vorstandstätigkeiten:

Die Denkzeit Gesellschaft entwickelt als gemeinnütziger Freier Träger der Jugendhilfe wissenschaftlich fundierte, wirksame Programme gegen Gewalt, Delinquenz und Verhaltensauffälligkeiten, wendet diese bundesweit erfolgreich an und bildet interessierte Kolleginnen und Kollegen aus. Ich unterstütze gerne.

Die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädgogik (DeGeDe) hat das Ziel, Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu zu befähigen, eine demokratische und inklusive Gesellschaft mitzugestalten. Deshalb ist es das Ziel der DeGeDe, dass Kinder, Jugendliche und Pädagog*innen fachspezifische und fächerübergreifende Demokratiekompetenzen aufbauen sowie Selbstwirksamkeit als Bürger*innen in der Demokratie als Lebens-, Gesellschafts- und Herrschaftsform erfahren können.

FiPP e.V. ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und arbeitet in über 60 Einrichtungen und Projekten in zehn Berliner Bezirken für Kinder, Jugendliche, Familien, Nachbar*innen und Senior*innen in der Stadt. Zu den Tätigkeitsfeldern gehören Kindertagesstätten, Familienzentren, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, gemeinwesenorientierte Projekte, Angebote für Menschen mit Fluchterfahrung, Ganztagsbereiche an Grund- und Sekundarschulen, schulbezogene Jugendsozialarbeit, Schulstationen, Lernwerkstätten sowie Berufsorientierung. Die Vorstandsarbeit ist umfassend und sehr bedeutsam. Ich komme dem gerne nach.

Der gemeinnützige Bundesverband Steinbeis-Mediationsforum e.V. vereint unter seinem Dach Mediator*innen, Mediationsvereine und Unternehmen aller Fachrichtungen. Seit 2021 freue ich mich sehr, diesen Bundesverband als Vorstandsmitglied unterstützen zu dürfen. Auch als Beiratsmitglied der Zeitschrift „Die Mediation“ freue ich mich, die Mediation voranbringen zu können.

Abschied von Prof. Dr. Rainer Winkel

Auch traurige Momente hielt 2021 für mich bereit.

Vor über 30 Jahren lernte ich meinen Doktorvater an der Universität der Künste kennen, an der ich Schulmusik studierte. Rainer Winkel beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit der Reformpädagogik, mit alternativen Schulen, mit schwierigen Kindern und mit Unterrichtsstörungen. Fortan waren unsere Wege miteinander verwoben. Anfangs war ich als Tutorin im Fachbereich tätig und habe die pädagogische Lehre für die angehenden Musiklehrer*innen unterstützt. Später war ich im Doktorrandencolloquium und danach auch lange Jahre im Beirat der J.A. Comenius-Stiftung tätig, die R. Winkel gegründet und geleitet hat. Wir hatten viele gemeinsame Themen und ich habe viel von ihm lernen dürfen. So hat es mich besonders getroffen, als er am 21. April letzten Jahres nach einer schweren Krankheit verstorben ist. Ich bin ihm sehr dankbar und er wird in meinen Arbeiten weiter leben.

Reisen: Bremerhaven, Griechenland, Stockholm

Obwohl die Corona-Pandemie das gesamte Jahr überschattete, obwohl Reisen schwierig bis kaum möglich waren, durfte ich viele kleine persönliche Reisen und tatsächlich auch drei große Fahrten erleben. Bremerhaven im Mai hat mir die Seeluft, den Wind, einen Hauch von Freiheit und die Zuversicht der Nordsee gebracht. In Griechenland im August begegneten mir größere Wellen, eine imposante Landschaft, Natur, Freude und Nachdenklichkeit gleichzeitig. Stockholm, die Hauptstadt Schwedens hat mich im Oktober mit Kälte empfangen, mir aber dennoch seine warmen Seiten und die Kraft und Schönheit der Ostsee gezeigt. Ich bin sehr glücklich, all das gesehen zu haben.

Kilometerlange Wanderungen um viele Seen

Und wo wir gerade bei Reisen waren. Im letzten Jahr habe ich mir gleich Anfang Januar eine Jahres-Challenge verordnet: Jede Woche eine Wanderung um einen Berliner oder Brandenburger See. Zwar haben Berlin und Brandenburg viele Seen, aber nicht immer habe ich das Versprechen eingelöst, das ich mir selber gegeben habe. Dennoch sind es 440 gewanderte Kilometer und fast 50 Seen geworden, die ich 2021 teilweise oder ganz umwandert habe. Das sollte ich 2022 unbedingt fortführen, denke ich …

Resümee

Das Jahr 2021 hielt eine große berufliche Fülle für mich bereit, so wunderbare und bewegende Momente.

Was hat gefehlt? Mehr persönlicher Kontakt, mehr Theater, mehr Museum, mehr Sport, mehr Leichtigkeit.

Beeindruckt haben mich:

  • Gil Shachar „The Cast Whale Project“
  • Konzert mit „Perpetuum Jazzile“
  • Grips-Theater „Stecker ziehen“
  • Musikhochschule Stockholm „Drums international“
  • Nobel Museum Stockholm
  • Stockholm „Millesgarden“
  • Humboldt Forum „Berlin global“
  • Refik Anadol „Maschinenhalluzinationen: Naturträume“
  • Komische Oper „Die Blume von Hawai“
  • Der „Christmas Garden“

.

Meine Ziele für 2022

… darüber denke ich gerade noch nach.

Jedenfalls freue ich mich sehr, dass ich mir die Zeit für diesen Jahresrückblick 2021 genommen habe. Mir ist dabei vieles deutlich geworden. Und ich habe mir vorgenommen, in 2022 wieder mehr Blogartikel zu schreiben. Ganz frei nach der Empfehlung von Blogcoach Judith Peters: „Blog like nobodys reading“.

Dann bis ganz bald …
sagt Christa

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