Das Pinocchio-Syndrom: Wenn Lügen ein Problem ist

Bild von 3 Holz-Pinocchios, die lange Nasen haben

Das Pinocchio-Syndrom betrifft Schätzungen zufolge etwa fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung. Darum ist es wichtig, ihm an dieser Stelle Gewicht zu verleihen und darüber aufzuklären.

Was ist das Pinocchio-Syndrom?

Das Pinocchio-Syndrom ist kein offizieller medizinischer oder psychologischer Begriff, sondern ein umgangssprachlicher Ausdruck, der sich auf Pinocchio bezieht, eine Holzpuppe aus dem Roman “Die Abenteuer des Pinocchio” von Carlo Collodi. Im Buch wächst Pinocchios Nase, wenn er lügt.

Der Begriff “Pinocchio-Syndrom” wird häufig verwendet, um das Verhalten von Menschen zu beschreiben, die Schwierigkeiten haben, die Wahrheit zu sagen. Oder die dazu neigen, häufig zu lügen, möglicherweise aus Angst, Scham oder anderen Gründen. Es ist jedoch keine anerkannte psychologische Störung oder Diagnose.

In der Psychologie gibt es eine Störung namens “pathologisches Lügen” (auch Pseudologia fantastica genannt), bei der ein Individuum ein zwanghaftes und chronisches Muster von Lügen und Täuschungen aufweist, oft ohne erkennbaren Grund oder Vorteil. Pathologisches Lügen kann mit anderen psychischen Störungen in Verbindung stehen, wie zum Beispiel einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, und es sollte von Fachleuten behandelt werden.

Inhalt


Ein Beispiel

Lisa, eine engagierte Kita-Erzieherin, liebte ihre Arbeit, fand sie aber oft stressig. Sie begann zu lügen, um die stressigen Situationen zu bewältigen. Die Lügen begannen klein, wurden aber schnell zur Gewohnheit, die ihre Arbeit und Beziehungen beeinflusste. Ihre Kollegin Sandy bemerkte die Diskrepanzen in Lisas Geschichten und wurde besorgt.

Die Situation eskalierte, als Lisa behauptete, sie habe eine Fortbildung besucht, die sie tatsächlich verpasst hatte. Sandy, die davon ausging, dass Lisa die Wahrheit sagte, lobte Lisa bei der nächsten Teamsitzung für ihre Bemühungen. Überrascht und unvorbereitet, begann Lisa, Details über die Fortbildung zu erfinden, um ihre Lüge aufrechtzuerhalten. Sandy, die ihre Zweifel hatte, stellte kritische Fragen.

Lisa fühlte sich in die Ecke gedrängt und begann, weitere Lügen zu erfinden, was ihre Geschichte immer verworrener machte. Schließlich konfrontierte Sandy Lisa vor allen anderen mit ihren Lügen. Die Enthüllung führte zu einer hitzigen Auseinandersetzung, in der Sandy Lisa vorwarf, das Vertrauen des Teams und das Wohl der Kinder zu riskieren. Lisa, überwältigt von Scham und Angst, brach in Tränen aus und gestand, dass sie das Pinocchio-Syndrom hatte.

Nach der Konfrontation wurde klar, dass Lisas Lügen eine ernsthafte Belastung für das Arbeitsklima waren. Die Leitung der Kita gewährte Lisa eine Auszeit und ermutigte sie, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nach einiger Zeit, Unterstützung und ehrlicher Selbstreflexion gelang es Lisa, ihre Lügengewohnheit zu überwinden.

Wie kommt es zum Pinocchio-Syndrom?

Das Lügen gehört zum normalen menschlichen Verhalten, so Harald Freyberger, Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Greifswald. Und Lügen sei auch nicht immer verkehrt, denn es hilft, die Verbindung zu anderen Menschen zu stabilisieren.

Das Pinocchio-Syndrom jedoch ist eine Art krankhaftes Lügen. Meist steckt ein geringes Selbstwertgefühl hinter einer Person mit einem Pinocchio-Syndrom. Hier einige mögliche Ursachen, warum manche Menschen dazu neigen, häufig zu lügen:

  1. Angst: Manche Menschen lügen aus Angst vor den Konsequenzen der Wahrheit. Sie möchten möglicherweise unangenehme Situationen, Strafen oder Konflikte vermeiden.
  2. Scham: Einige Menschen lügen, um Scham oder Peinlichkeit über ihre wahren Gefühle, Gedanken oder Handlungen zu verbergen. Lügen kann eine Möglichkeit sein, ihr Selbstbild oder den Schein von Perfektion aufrechtzuerhalten.
  3. Selbstschutz: Lügen kann als eine Art Selbstschutz dienen, um sich vor emotionaler Verletzlichkeit oder Ablehnung zu schützen. Indem sie die Wahrheit verbergen, glauben sie, sich selbst oder andere vor Schmerz oder Enttäuschung zu bewahren.
  4. Manipulation: In manchen Fällen lügen Menschen, um andere zu manipulieren oder zu kontrollieren, sei es aus egoistischen Motiven oder dem Wunsch heraus, bestimmte Ergebnisse zu erzielen.
  5. Aufmerksamkeitssuche: Manche Menschen lügen, um Aufmerksamkeit, Anerkennung oder Sympathie zu erlangen. Sie könnten sich durch Lügen besonders oder interessant fühlen.
  6. Fantasie und Realitätsflucht: Einige Menschen lügen, um in eine Fantasiewelt zu fliehen, in der sie ihre Wünsche und Sehnsüchte erfüllen können. Dies kann eine Form der Realitätsflucht oder Selbstbefriedigung sein.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Lügenverhalten in vielen Fällen nicht absichtlich oder böswillig ist. Häufig sind die Menschen, die dem Pinocchio-Syndrom verfallen, selbst von ihren Lügen überwältigt und erkennen möglicherweise nicht, wie sehr ihr Verhalten ihr Leben und ihre Beziehungen beeinflusst. In solchen Situationen kann professionelle Hilfe, wie zum Beispiel eine Therapie, hilfreich sein, um die Ursachen des Lügens zu erkennen und konstruktive Strategien zur Veränderung zu entwickeln.

Welche Auswirkungen hat das Pinocchio-Syndrom?

Obwohl das Pinocchio-Syndrom kein offiziell anerkannter psychologischer Begriff ist, kann das wiederholte Lügenverhalten erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben. Hier sind einige mögliche Konsequenzen:

  1. Beziehungsprobleme: Menschen, die häufig lügen, haben oft Schwierigkeiten, ehrliche und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen. Ihre Lügen können zu Misstrauen und Konflikten mit Familie, Freunden und Kollegen führen.
  2. Vertrauensverlust: Wenn die Lügen aufgedeckt werden, können die Betroffenen das Vertrauen der Menschen um sie herum verlieren. Dies kann zu sozialer Isolation, Einsamkeit und einem beschädigten Ruf führen.
  3. Emotionale Belastung: Das ständige Lügen und das Aufrechterhalten von falschen Geschichten können zu erheblicher emotionaler Belastung, Angst und Schuldgefühlen führen. Betroffene können sich gestresst und überfordert fühlen, wenn sie versuchen, ihre Lügen aufrechtzuerhalten.
  4. Selbstwertprobleme: Menschen, die häufig lügen, können Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl haben. Sie könnten sich selbst als unehrlich, unwürdig oder unzulänglich wahrnehmen, was zu negativen Gefühlen und Selbstzweifeln führen kann.
  5. Auswirkungen auf die Arbeit: Das Lügenverhalten kann auch negative Auswirkungen auf den Arbeitsplatz haben, indem es zu Konflikten, Misstrauen und Produktivitätsverlust führt. In einigen Fällen kann dies zu Disziplinarmaßnahmen oder sogar zum Verlust des Arbeitsplatzes führen.
  6. Rechtliche Probleme: In einigen Fällen können Lügen zu rechtlichen Problemen oder Strafverfolgung führen, insbesondere wenn die Lügen finanzielle Betrügereien, Täuschung oder andere illegale Aktivitäten betreffen.

Wie geht man mit einer Person um, die das Pinocchio-Syndrom hat?

Der Umgang mit jemandem, der häufig lügt, kann schwierig und emotional belastend sein. Hier sind einige Tipps, wie Sie mit einer Person umgehen können, die an wiederholtem Lügenverhalten leidet, das dem Pinocchio-Syndrom ähnelt:

  1. Verständnis zeigen: Versuchen Sie, sich in die Lage der betroffenen Person hineinzuversetzen und zu verstehen, was sie dazu veranlasst, zu lügen. Oft stecken tiefere emotionale Probleme oder Ängste hinter dem Verhalten. Empathie kann helfen, eine unterstützende Atmosphäre zu schaffen.
  2. Ehrliche Kommunikation fördern: Sprechen Sie offen und ehrlich über Ihre Beobachtungen und Gefühle, ohne Anschuldigungen oder Vorwürfe. Betonen Sie, dass Ihnen an einer vertrauensvollen Beziehung liegt und dass Ehrlichkeit dafür unerlässlich ist.
  3. Grenzen setzen: Es ist wichtig, klare Grenzen zu ziehen, um sich selbst emotional zu schützen. Machen Sie der betroffenen Person deutlich, welche Art von Verhalten für Sie inakzeptabel ist und welche Konsequenzen es haben kann, wenn die Lügen fortgesetzt werden.
  4. Konfrontation mit Fingerspitzengefühl: Wenn Sie die betroffene Person mit ihren Lügen konfrontieren, tun Sie dies mit Fingerspitzengefühl und Respekt. Seien Sie vorsichtig, nicht zu beschuldigen oder zu verurteilen, sondern konzentrieren Sie sich auf die Wahrheitsfindung und die Lösung des Problems.
  5. Unterstützung anbieten: Ermutigen Sie die betroffene Person, Hilfe zu suchen, sei es durch Therapie, Selbsthilfegruppen oder andere unterstützende Maßnahmen. Bieten Sie an, sie bei der Suche nach geeigneten Ressourcen zu unterstützen.
  6. Geduld haben: Die Bewältigung von Lügenverhalten kann Zeit und Anstrengung erfordern. Seien Sie geduldig und verständnisvoll, während die betroffene Person an ihren Problemen arbeitet.
  7. Eigene Grenzen kennen: Es ist wichtig, Ihre eigenen emotionalen Grenzen zu erkennen und sich selbst zu schützen. Wenn der Umgang mit der betroffenen Person zu belastend oder schädlich für Ihr Wohlbefinden wird, ziehen Sie in Erwägung, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen oder sich aus der Beziehung zurückzuziehen.

Denken Sie daran, dass der Umgang mit jemandem, der häufig lügt, herausfordernd sein kann. Es ist wichtig, sich selbst zu schützen und gleichzeitig Verständnis und Unterstützung für die betroffene Person aufzubringen.

Blogartikel Pinocchio-Syndrom

Was tun bei Kindern, die in der Schule oft lügen?

Pädagog:innen sind oft mit Lügen von Schüler:innen konfrontiert und müssen angemessen darauf reagieren. Hier sind einige Empfehlungen für den Umgang mit Lügen im schulischen Umfeld:

    1. Ruhe bewahren: Vermeide, impulsiv oder wütend zu reagieren, wenn du feststellst, dass ein:e Schüler:in gelogen hat. Bewahre Ruhe und gib ihr den Raum, sich zu erklären.
    2. Privatsphäre respektieren: Sprich das Kind in einem privaten Rahmen an, um ihm oder ihr die Möglichkeit zu geben, sich ohne Druck oder Schamgefühl zu äußern.
    3. Motivation verstehen: Versuche, die Gründe für das Lügen zu ergründen. Schüler:innen lügen möglicherweise aus Angst, um Anerkennung zu erhalten, oder um Problemen aus dem Weg zu gehen. Indem du die Motivation hinter dem Lügen verstehen, kannst du besser darauf eingehen und das Problem lösen.
    4. Ehrliche Kommunikation fördern: Ermutige zu offener und ehrlicher Kommunikation, indem du verdeutlichst, dass Ehrlichkeit in der Schule geschätzt wird und dass Lügen negative Konsequenzen haben können.
    5. Ehrlichkeit betonen: Erkläre, warum Ehrlichkeit wichtig ist und wie Lügen das Vertrauen und die Beziehungen beeinträchtigen können. Vermittle, dass es besser ist, die Wahrheit zu sagen, auch wenn es unangenehm oder schwierig ist.
    6. Problemlösungsfähigkeiten unterrichten: Hilf den Schüler:innen, alternative Strategien zu entwickeln, um mit schwierigen Situationen umzugehen, ohne auf Lügen zurückzugreifen. Das kann bedeuten, ihnen beizubringen, wie sie ihre Gefühle ausdrücken, Konflikte lösen oder Verantwortung für ihre Handlungen übernehmen können.
    7. Angemessene Konsequenzen durchsetzen: Stelle klar, dass Lügen Konsequenzen haben können, und setze angemessene Grenzen und Maßnahmen, wenn nötig. Dies sollte jedoch immer im Zusammenhang mit dem Verhalten und dem Alter der Schüler:in stehen und nicht als Bestrafung für das Lügen selbst dienen.
    8. Zusammenarbeit mit Eltern und Kollegen: Wenn das Lügen anhält oder sich verschlimmert, arbeite mit den Eltern und Kolleg:innen zusammen, um die Ursachen des Lügens zu erkennen und geeignete Strategien zur Veränderung zu entwickeln. In einigen Fällen kann es notwendig sein, professionelle Hilfe zum Beispiel aus der Schulpsychologie einzubeziehen.

Durch den Aufbau einer unterstützenden und ehrlichen Kommunikationsumgebung können Pädagog:innen dazu beitragen, das Lügenverhalten bei Schüler:innen zu minimieren und ein positives Lernklima zu fördern.

Interessante Forschungsergebnisse zum Lügen

Lügen ist ein weit verbreitetes Phänomen im sozialen Miteinander und hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Lügen und soziales Miteinander zeigen verschiedene Aspekte und Funktionen von Lügen auf.

    1. Lügen als soziale Fertigkeit: Studien zeigen, dass Lügen in gewissem Maße eine normale und sogar notwendige soziale Fertigkeit ist. Lügen können dazu dienen, Beziehungen zu schützen, Peinlichkeiten zu vermeiden oder Konflikte zu reduzieren. Beispielsweise kann eine sogenannte “weiße Lüge” dazu dienen, die Gefühle einer anderen Person zu schonen oder einen harmonischen sozialen Umgang zu ermöglichen.
    2. Entwicklungsaspekt: Forschungen haben gezeigt, dass Lügen in der Kindheit und Jugend ein Teil der normalen kognitiven und sozialen Entwicklung ist. Kinder beginnen im Alter von etwa drei Jahren zu lügen, und diese Fähigkeit entwickelt sich mit der Zeit weiter. Lügen kann ein Zeichen dafür sein, dass Kinder die Unterschiede zwischen Wahrheit und Fiktion, die Erwartungen anderer und die Konsequenzen ihrer Handlungen verstehen.
    3. Lügen und Vertrauen: Lügen kann das Vertrauen zwischen Menschen untergraben. Wenn Lügen aufgedeckt werden, kann dies zu Misstrauen, Enttäuschung und Konflikten führen. Wiederholtes Lügen kann das soziale Miteinander beeinträchtigen und zu sozialer Isolation oder sogar zum Verlust von Freundschaften und Beziehungen führen.
    4. Lügen und Stress: Lügen kann sowohl für die lügende Person als auch für diejenigen, die belogen werden, stressig sein. Wenn Menschen lügen, müssen sie oft zusätzliche kognitive Anstrengungen unternehmen, um ihre Lügen aufrechtzuerhalten und aufrechtzuerhalten. Dies kann zu erhöhtem Stress, Angstzuständen und Schuldgefühlen führen.
    5. Lügen und Persönlichkeit: Forschungen haben Zusammenhänge zwischen bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen und Lügenverhalten gefunden. Zum Beispiel neigen Menschen mit hohen Werten auf Narzissmus oder Machiavellismus eher dazu, strategisch und manipulativ zu lügen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Menschen, die lügen, solche Persönlichkeitsmerkmale aufweisen.
    6. Lügen und Kultur: Kulturelle Unterschiede können auch eine Rolle beim Lügenverhalten spielen. In einigen Kulturen kann Lügen als akzeptabler oder sogar erwünschter Weg angesehen werden, um bestimmte soziale Normen oder Erwartungen zu erfüllen. In anderen Kulturen kann Lügen als weniger akzeptabel oder moralisch verwerflich angesehen werden.

Insgesamt zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Lügen ein komplexes Phänomen im sozialen Miteinander ist, das sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann. Die Fähigkeit, angemessen und ethisch mit Lügen umzugehen, ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Kompetenz und der zwischenmenschlichen Beziehung.

Blogartikel Pinocchio-Syndrom Zitat

Wie reagierst du, wenn du merkst, dass du angelogen wirst?

Schreib in die Kommentare, ich antworte gerne,

sagt Christa

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8 Antworten

  1. Kann man zu dem Thema bzw Veröffentlichung eine komplette pdf Datei oder Link bekommen, man kann den link nicht weiter senden. Finde den Artikel sehr gut deshalb

  2. Meine Mama hat sehr viel gelogen , auch zu sehr vielem Ja gesagt , was nicht Ja war ,
    das war für mich schwierig , inzwischen ist sie verstorben .

    1. Hallo Ilse,

      vielen Dank für dein Vertrauen, und dass du deine persönlichen Erfahrungen hier mit uns teilst. Es klingt, als hättest du eine komplizierte Beziehung zu deiner Mutter gehabt, geprägt von Unstimmigkeiten, die zweifelsohne schmerzhaft gewesen sein müssen. Und wahrscheinlich ist auch die Trauer um deine Mutter nicht so einfach bei der schwierigen Beziehung zu Lebzeiten, die von Herausforderungen begleitet war.

      Ich hoffe, du bist über all das großteils hinweg und konntest Frieden mit der Vergangenheit schließen.

      Alles Liebe und Gute wünscht dir Christa

  3. Zu mir ich bin 31 und spreche etwas aus Erfahrung,da ich selber betroffener war. Ich gehörte zu der Sorte die aus Scham meiner Fehler der Vergangeheit gelogen hatte und um Annerkennung zu bekommen.Der Selbstwert sinkt dadurch enorm,weil man ständig gestresst ist deswegen konnte ich mich meinen Freunden nie öffnen durch die Angst sie zu verlieren aber irgendwann fliegen einen die Lügen um die Ohren und man vergrault wundervolle Menschen aus seinem Leben damit. Ich kann nur jeden empfehlen der sich selber dabei entlarvt sich zu hinterfragen und ggf. einen Therapeuten auf zu suchen, weil das auch schnell in eine Depression führen kann was bei mir auch der Fall war. Ich will nur jeden mut zu sprechen der ebenfalls darunter leidet,das man auch wieder von vorne anfangen kann,wenn man erkennt das man ein Problem hat.

    1. Hallo Dennis,

      vielen Dank, dass du deine persönlichen Erfahrungen und Einsichten mit uns teilst. Deine Offenheit über die Herausforderungen, die du aufgrund des Pinocchio-Syndroms erlebt hast, ist wirklich bewegend. Es erfordert viel Mut, über solche persönlichen Kämpfe zu sprechen, besonders wenn es um Themen wie Scham, Selbstwert und Lügen geht.

      Es ist auch bemerkenswert, wie du die Suche nach professioneller Hilfe hervorhebst. Deine Geschichte ist ein kraftvolles Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich selbst zu reflektieren und den Mut zu haben, Unterstützung zu suchen. Gut auch die wichtige Erinnerung daran, dass es möglich ist, einen Neuanfang zu machen und aus schwierigen Erfahrungen zu lernen.

      Deine Worte bieten große Hoffnung und Ermutigung für andere, die vielleicht ähnliche Herausforderungen durchleben. Nochmals vielen Dank für deine Offenheit und deinen Mut, deine Geschichte zu teilen. Deine Worte werden sicherlich vielen Menschen helfen, die sich in ähnlichen Situationen befinden.

      Alles Gute für dich auf deinem weiteren Weg wünscht dir Christa

  4. Hallo zusammen, ich bin aktuell an dem Tiefpunkt meines Lebens angekommen denke ich. Ich habe auch durch immer wieder lügen meine erste “gute” Beziehung zerstört und alles verloren was ich immer wollte. Und ich weiß absolut nicht welche Angst dahinter steckt. Ich schäme mich so sehr für meinen Fehler und mein Verhalten. Bin auch schon in Therapie und arbeite so viel an mir. Habe aber das Gefühl, dass ich selbst nach dem 10. Emotionalen Marathon nicht weiter komme…Ich würde diese Beziehung gerne retten, weiß aber auch, dass ich jetzt erstmal an mir arbeiten muss. Ich bin auch noch hoch sensibel und reagiere gefühlt auf alles 10mal stärker, habe außerdem sehr viele Kindheitsverletzungen uvm. Keine Ahnung, wie ich den Ursprung dieser Angst und somit der Lügen finden soll. Vielleicht braucht es auch einfach Geduld.

    1. Hallo Christine,
      zuerst einmal möchte ich dir sagen, wie mutig es von dir ist, dich deinen Herausforderungen zu stellen. Es ist absolut verständlich, dass du dich an einem Tiefpunkt fühlst, besonders nach dem Ende einer wichtigen Beziehung, die durch eigene Fehler belastet wurde. Deine Selbstreflexion und der Wunsch, an dir zu arbeiten, sind jedoch sehr wertvolle Schritte auf dem Weg zur Besserung.

      Es ist bewundernswert, dass du bereits in Therapie bist und aktiv an dir arbeitest. Veränderungen und Heilung brauchen Zeit, und es ist normal, dass es sich manchmal anfühlt, als käme man nicht voran. Aber jeder Schritt, den du unternimmst, zählt und bringt dich langsam aber sicher weiter.

      Die Auseinandersetzung mit Kindheitsverletzungen und tief verwurzelten Ängsten kann sehr komplex sein, besonders wenn man hochsensibel ist. Deine Gefühle intensiver zu erleben, kann sowohl eine Herausforderung als auch eine Stärke sein. Es erfordert viel Mut und auch Geduld, die Wurzeln dieser Ängste zu erkunden und zu verstehen.

      Denk daran, dass der Weg zur Selbsterkenntnis und Veränderung nicht linear ist. Es wird Höhen und Tiefen geben, und manchmal kann es sich anfühlen, als würde man auf der Stelle treten. Aber jeder Schritt, den du machst, auch wenn er klein erscheint, trägt zu deiner persönlichen Entwicklung bei.

      Zum Schluss möchte ich dir sagen, dass es okay ist, sich schwach zu fühlen. Und es ist ein Zeichen von Stärke, um Hilfe zu bitten und den Weg zur Selbstverbesserung zu gehen. Gib dir selbst die Erlaubnis, geduldig mit dir zu sein und erkenne die Fortschritte an, die du machst, egal wie klein sie auch sein mögen.

      Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht auf deinem Weg.
      Mit unterstützenden Grüßen, sagt Christa

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