7 Übungen und 4 Ideen gegen die Angst

Vor einiger Zeit schrieb ich über Kinderängste in Zeiten der Pandemie. Jetzt ist eine weitere Angstquelle dazugekommen: Die Kriegssituation in der Ukraine. Gerne möchte ich deshalb in diesem Blogartikel 7 Übungen und 4 Ideen gegen die Angst vorstellen. Die Übungen können in Schulklassen, in Familien oder in anderen Kontexten durchgeführt werden. Und sie sind natürlich nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene gut geeignet.

Lernen Kinder und Jugendliche bereits solche Übungen frühzeitig in angenehmer Atmosphäre kennen, so nehmen sie diese mit in ihr weiteres Leben und vergrößern damit ihre Resilienz auf dem weiteren Lebensweg. Wie schön.

Die von mir zusammengetragenen Übungen sind ganz unterschiedlichen Fachgebieten entnommen. So findet jede Person etwas, das gut zu ihr passt.

Sieben Übungen

  1. Atemübung zu Beginn des Unterrichts
    Die Schüler*innen üben die Gorilla-Atmung. Sie stellen sich aufrecht hin, atmen tief ein und halten die Luft an. Daraufhin klopfen sie mit den Fingern den gesamten Brustkorb ab – von oben nach unten und von rechts nach links. Die Kinder beugen sich mit aufrechtem Oberkörper nach vorn, stützen sich auf den Oberschenkeln ab, und stoßweise atmen sie die ganze Luft wieder aus. In der zweiten Runde machen sie das gleiche, nur klopfen sie sich diesmal mit den Handflächen ab. Und in der dritten Runde klopfen die Schüler*innen mit Fäusten auf den Oberkörper, der mit Luft gefüllt ist. Mit der Übung wird die mentale Anspannung gelöst und der gesamte Körper lockert sich.
  2. Entspannungsübung
    Das Kind hält sich die Hände vor das Gesicht; die Augen sind geschlossen. Es atmet tief ein, bis der Bauch sich wölbt. Dann hält es die Luft an und atmet langsam aus. Wenn fünf Ein-und Ausatmungen vorüber sind, schneidet das Kind Grimassen hinter den Händen. Damit wird Gesicht und Körper aufgelockert und entspannt.
  3. Achtsamkeitsübung
    Die Schüler*innen schließen für drei Minuten die Augen und achten nur auf Geräusche. Was hören sie? Was fällt ihnen auf, wenn sie ihre Umgebung nicht sehen können?
  4. Schreibübung
    Die Schüler*innen notieren sich zehn Kleinigkeiten, die ihnen im Alltag gut tun, die sie in gute Stimmung versetzen und die sie entspannen (Hobbys, ein Film, der immer gute Laune macht, Sport, etwas Leckeres essen). Ermutige deine Schüler*innen, sich den Zettel irgendwo sichtbar in ihren Zimmern hinzuhängen, zu erweitern und jeden Tag mindestens eine Sache davon zu machen.
  5. Resilienzübung
    Laut Edith Grotberg gibt es drei Resilienzquellen. Die Schüler*innen können für sich die folgenden Sätze vervollständigen:
    Ich HABE (Unterstützung und Ressourcen von Außen)
    Ich BIN (innere, persönliche Stärke)
    Ich KANN (soziale, interpersonale Kompetenten, Problemlösefähigkeiten).
  6. Dankbarkeitsübung
    Die Schüler*innen können für sich aufschreiben, worüber sie dankbar sind in ihrem Leben. So ist der Blick nicht nur fokussiert darauf, was fehlt.
  7. Gute Neuigkeiten/Lachen
    Eine Klassenrunde zu Beginn der Woche oder des Tages, in der jede*r sagt, was diese Woche Schönes oder Lustiges im eigenen Leben passiert ist – oder von einer guten Nachricht erzählt, die man gelesen/gehört/bekommen hat.

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Vier Ideen

  1. Informieren: Es gibt Kindern und Jugendlichen Sicherheit, wenn sie wissen was um sie herum in dieser Welt vor sich geht. Das betrifft auch die derzeitige Kriegssituation, die von vielen Medien kindgerecht aufgearbeitet wird.
  2. Partizipation: Bei Entscheidungen, die Kinder und Jugenddliche betreffen, müssen diese unbedingt in die Entscheidungen mit einbezogen werden. Ist dies nicht möglich, dann muss es zumindest eine klare und transparente Kommunikation darüber geben.
  3. Klare Regeln: Es vermittelt jungen Menschen Sicherheit, wenn es einheitliche Regeln in einer Einrichtung gibt, die zum Teil gemeinsam erarbeitet werden, die transparent sind, und die zum anderen Teil von offiziellen Stellen in Bezug auf Corona-Tests, Quarantäne etc. fixiert werden.
  4. Rituale: Kinder, Jugendliche und Familien werden durch gemeinsame Rituale gestärkt. In einem Morgen- oder Wochenkreis können Schüler*innen erzählen, wie es ihnen geht. Der Klassenrat kann als solcher zu einem Ritual der Kommunikation und des Miteinanders in der Schule werden und damit Sicherheit geben.

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Ich wünsche dir viele interessante und beruhigende Erfahrungen mit diesen Ideen und Übungen, sagt Christa

Hier schreibt:

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